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Lernsoftware: "Mit dem Fahrrad durchs Netz"

 

zur Lernsoftware

Die mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums finanzierte Entwicklung der Lernsoftware "Mit dem Fahrrad durchs Netz" knüpft an ein vorangegangenes, ebenfalls vom BMBF finanziertes Projekt an, in dem auf der Grundlage empirischer Befunde realisierbare Vorschläge zur Förderung des Radverkehrs erarbeitet wurden. Dabei rücken Kinder und Jugendliche als die zukünftigen Erwachsenen verstärkt in den Blickpunkt, denn sie werden den Verkehr der Zukunft maßgeblich und "nachhaltig" mitbestimmen. In dem Fahrradprojekt hatte sich gezeigt, dass zwischen der Verkehrsmittelnutzung der Jugendlichen, ihren Einstellungen zum Radfahren und ihren Zukunftsvorstellungen zur individuellen Verkehrsmittelwahl im Erwachsenenalter enge Zusammenhänge bestehen.

In der Umsetzung dieser Erkenntnisse entwickelt das IWU derzeit gemeinsam mit Pädagogen, Verkehrsfachleuten und Softwareentwicklern eine webbasierte Lernsoftware, die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I dazu motivieren soll, sich mit Fragen der individuellen Mobilität und den Folgen des Verkehrs auseinander zu setzen. Auf diese Weise soll die bei den Jugendlichen meist vorhandene positive Einstellung zum Radfahren gestärkt, aber auch die Entwicklung eines kritischen Verständnisses zum Verhältnis von Verkehr, Umwelt und Gesellschaft gefördert werden.

In der Lernsoftware "Mit dem Fahrrad durchs Netz" wird das Thema Mobilität und Radfahren aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. In insgesamt sechs Lerntouren werden die Zusammenhänge mit der physischen, sozialen und gesellschaftlichen Umwelt, dem Umweltschutz und der eigenen Motivation zum Radfahren thematisiert. So werden Aspekte der Fahrradverkehrsinfrastruktur ("Unsere Wege mit dem Rad"), der Fahrradausstattung ("So starten wir gut"), der Regeln und Konflikte im Straßenverkehr ("Miteinander im Straßenverkehr"), der ökologischen und gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens ("Mit dem Fahrrad für die Umwelt") und der sozialen und gesellschaftlichen Einflüsse auf das Verkehrsverhalten ("Mobilsein ist angesagt") aufgegriffen und mit einem Exkurs zur Entwicklungsgeschichte des Fahrrads ("Historad") abgerundet. Ein "Infopool" mit Downloadbereich und Suchfunktionen, der ähnlich einem Lexikon aufgebaut ist, hält außerdem weitergehende Informationen zu den einzelnen Lerntouren bereit.

Dem Design der Lerntouren liegt ein reflexiv-interaktiver Ansatz zugrunde, der gezielte Wissensvermittlung am Bildschirm mit der Anleitung zu eigenen Aktivitäten ("Forscheraufgaben") verbindet und durch kleine Spiele und Aufgaben motivationssteigernd wirkt. Ideal eingesetzt werden kann die Lernsoftware somit im Projektunterricht, in dem die zuvor am Computer vermittelten Informationen unter realen Verkehrsbedingungen geübt und vertieft werden können.

Die Arbeiten an der Lernsoftware laufen derzeit auf Hochtouren. Momentan wird die erste Fassung an zwei Darmstädter Schulen ausprobiert. Der erste Test im Lichtenberggymnasium fand bereits erfolgreich statt. Mit der Handhabung der Lernsoftware hatten die Schülerinnen und Schüler keinerlei Probleme, das Lernen damit machte ihnen Spaß. Am besten kamen erwartungsgemäß die kleinen Spiel- und Quizangebote an. In den nächsten Tagen wird ebenfalls eine sechste Klasse der Stadtteilschule Arheilgen einen weiteren Testlauf durchführen.

Im Anschluss an die Tests in den Schulen wird die Lernsoftware fertiggestellt und nach den Sommerferien erstmals bei Projekttagen in Schulen wie geplant eingesetzt.

Öffentlich präsentiert wird die Lernsoftware "Mit dem Fahrrad durchs Netz" auf einer bundesweiten Tagung, die am 18. November 2003 in Darmstadt im Zentrum für Graphische Datenverarbeitung stattfinden wird. Dazu werden Multiplikatoren aus dem Schul- und Politikbereich, aber auch Polizei und Interessenverbänden eingeladen.

 

Ansprechpartnerin
Ulrike Hacke, Tel. (06151) 2904-30,
E-Mail: u.hacke@iwu.de

 

 

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